Aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt. In ihrer Autobiografie schreibt Chrissie Hynde über ihre kleinstädtische Jugend in den Fünfzigerjahren, ihr musikalisches Coming-of-age in den Sechzigerjahren, das Kent-State-University-Massaker, dessen Zeuge sie wurde, die Siebzigerjahre-Punk-Ära in London, die mit der Gründung ihrer legendären Band The Pretenders endete. Mit mehreren Nummer-eins-Alben und -Singles stiegen die Pretenders zu einer der erfolgreichsten Bands der Achtzigerjahre auf. Die Band musste aber auch schwere Niederschläge einstecken, zwei Mitglieder starben an ihrer Drogensucht.
Mit Sympathie bespricht Rezensentin Sylvia Prahl die Erinnerungen der Pretenders-Gründerin Chrissie Hynde, die sie zugleich als faktenreich und uneitel schildert. Es geht nicht um ihr ganzes Leben, sondern nur um die interessante Zeit bis 1983. Besonders Hyndes Schilderung ihrer Jugend in Akron am Eriesee entnimmt Prahl interessante Informationen über den damaligen Generationenkonflikt, das Klima in den USA in den Sechzigern und besonders über die gloriose Zeit, als britischer Pop noch der Leuchtturm war, an dem sich amerikanische Jugendliche orientierten. Hynde ging dann nach London, bewegte sich im Kreis der Sex Pistols und von The Clash und erzählt das alles in einem unaufgeregten Ton, der die Rezensentin sehr für sie einnimmt.
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