Herausgegeben von Bolko von Oetinger, Tiha von Ghyczy und Christopher Bassford. Carl von Clausewitz (1780 - 1831) ist heute so aktuell wie damals: Die Parallelen zwischen der fundamentalen Umbruchsituation seiner Zeit und den rasanten Umwälzungen des 20. und 21. Jahrhunderts sind unübersehbar. Von besonderem Interesse aber ist das Clausewitzsche Denken für Führungskräfte von heute: Ihnen bietet es Orientierung in Zeiten hoher Ungewissheit - und Einsichten, die weit über vordergründige Managementrezepte hinausgehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2002
Robert Fieten hält es durchaus für eine hübsche Idee, sich als erfolgreicher oder erfolgsorientierter Wettbewerber mit Carl von Clausewitz auseinanderzusetzen. Der nämlich hat in seinem Klassiker "Vom Kriege" reichlich über Strategien verschiedenster Feldherren geschrieben. Die Grundideen der Autoren, Clausewitz' Gedanken auch auf die Wirtschaft zu übertragen, findet der Rezensent daher recht originell und angemessen, ärgert sich aber ein wenig über die Umsetzung. "Lohnend" sei die Lektüre vor allem für historisch Interessierte. Die "Aufbereitung" für Manager hingegen lasse "zu wünschen übrig". Historische Beispiele zu zitieren ist das eine, denkt Fieten, sie mit aktuellen Erfolgen und Misserfolgen in der Wirtschaft zu vergleichen, ein nächster Schritt, den die Autoren leider unterlassen hätten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2001
"Clausewitz als Wirtschaftsbuch?", fragt die Rezensentin Dagmar Deckstein zu Beginn ihrer Kritik. Doch, das macht Sinn, hat sie gelernt. Das Herausgebertrio dieses Buches habe den "Militärphilosophen" Carl von Clausewitz als "postmodernen Denker" entdeckt, schreibt Deckstein begeistert. Dabei sehen die Autoren des Buches Parallelen zwischen der Zeit, in der von Clausewitz seine "grundlegenden Strategiekonzepte" entwickelte und heute: Beide Zeitabschnitte waren von "hoher Instabilität" geprägt, schreibt die Rezensentin. In Krisenzeiten komme es besonders darauf an, das Wesen dieser Instabilität zu begreifen, hat Deckstein gelesen. Von Clausewitz habe sämtlichen Theorien misstraut, die "genaue Handlungsanweisungen" geben wollten. Stattdessen müssten Führungskräfte ständig neue Entscheidungen treffen, fasst die Rezensentin zusammen. Deckstein findet dieses Buch "herausragend", nicht zuletzt, weil es den Leser auf viele Gedanken bringt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.10.2001
"Ein reichlich gewagtes Unternehmen" haben sich die drei Strategieexperten des Instituts der Boston Consulting Group vorgenommen, in dem sie Carl von Clausewitz' berühmte Kriegstheorien auf wirtschaftliches Handeln zu übertragen versuchen, schreibt der Rezensent mit dem Kürzel "lx.". Risikoreiche Entscheidungen lassen sich, hat der Rezensent dem Band entnommen, mit Clausewitz besser treffen. Dafür führen die Autoren Auszüge aus Clausewitz' Strategieklassiker "Vom Kriege" auf, reichern diese mit Kommentaren an und haben zugunsten einer leichteren Lesart Clausewitz' eigene Anmerkungen besser weggelassen. Heikel, heikel, denkt der Rezensent.
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