Hamburg, Sommer 1939. Während der Zweite Weltkrieg immer näher rückt, versuchen der 16-jährige Henri und seine Freunde, den Alltag auszublenden. Man trifft sich im Schwimmbad oder im Park, einer hat immer ein Grammophon dabei - und dann wird gehottet bis zum Abwinken! Die neue Jazzmusik begeistert die "Swingheinis" mit ihrer ausgelassenen Lebensfreude. Den Nazis ist sie allerdings ein Dorn im Auge.Schon bald wird die Polizei auf die unangepassten Jugendlichen aufmerksam. Eines Nachts schnappt die Falle für Henri zu und er findet sich im Dunkeln eines Gestapokellers wieder …Der Roman fußt auf Berichten über die Hamburger Swingjugend 1939 bis 1941 und erzählt packend von einem Aufwachsen inmitten des Zweiten Weltkriegs.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.06.2022
Rezensent Fritz Göttler lässt sich von Cornelia Franz und ihrem Roman ins Swinging Hamburg entführen. Die Autorin bringt die Atmosphäre aus Angst und Aufbegehren in der Hamburger Swing-Jugend laut Göttler gut rüber, die Eleganz, den Schellackplattensound und die Razzien und Denunziationen. Die sexuellen, ja obszönen Anklänge des "Floogie" gehen vor lauter "naiver" Begeisterung im Buch aber unter, bemerkt Göttler.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2022
Rezensentin Eva-Maria Magel nimmt Cornelia Franz jeden der vielen Typen ab, die die Autorin in ihrem "spannenden" Jugendroman über die Hamburger Swingjugend im "Dritten Reich" unterbringt. Am eindrücklichsten wirkt auf sie allerdings der junge Jazzfan Henri, der Protagonist der Geschichte, den seine Liebe zur Musik und zur Freiheit in die Dunkelzelle der Nazis bringt. Dass Franz ein dichtes, differenziertes, klingendes Bild der swingenden Jugend im Nationalsozialismus zeichnet und an der Unerbittlichkeit des Systems aus Fanatismus und Verrat keinen Zweifel lässt, macht das Buch für Magel auch zur überzeugenden Geschichtsstunde.
Von einer Jugend, die der Nationalsozialismus beendet, erzählt Cornelia Franz in ihrem laut Rezensentin Eva-Christina Meier gut recherchierten Roman "Swing High". Der 16-jährige Henri ist begeistert von der neuen Musik, die 1939 über den Atlantik geschwappt war: Jazz. Henri gehört zu den Hamburger "Swing Heinis", deren Vorliebe von den Nazis ein schnelles Ende gesetzt wird. Immer enger wird das Leben für Henri, trotz erster Liebe. Für Meier ein anrührender, "detailreich" geschriebener Roman.
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