Hardcover mit Schutzumschlag. Mit 120 Duotone- und Farbfotos. Texte von Reid Anderson, Steffen Kopetzky, Helga Breuninger und Annegret Stopczyk-Pfundstein in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Die in diesem Band versammelten Fotografien sind Tanzstudien der ganz besonderen Art. Indem Dieter Blum die Kamera auf die unbekleideten Tänzer und Ballerinas des weltberühmten Stuttgarter Ballets richtet, erforscht er die Plastizität des meisterhaft geschulten menschlichen Körpers: seine Kraft, Geschmeidigkeit, Disziplin und Rätselhaftigkeit sowie das ganze Spektrum seiner Beweglichkeit. In der atemberaubend schönen Bilderfolge gelingt es Blum, die Dynamik, Musikalität und Magie der klassisch ausgebildeten Tänzerinnen und Tänzer im Bild festzuhalten. Er fotografierte während seiner fünfjährigen Tätigkeit 37 der 53 Tänzer des Ensembles. Jede Fotografie ist die evokative, fragmentarische Momentaufnahme einer Kunstform, die von Natur aus flüchtig und kurzlebig ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.05.2005
Gemessen an den Balletttänzer-Akten eines Hans van Manen oder Gert Weigelt stellen sich die Aktfotos, die Dieter Blum von Tänzern des Stuttgarter Balletts gemacht hat, als "Mehrfach-Missverständnis" heraus, kritisiert die Rezensentin Eva-Elisabeth Fischer, die hier zu stark Tanz und Sex auf eine Ebene gebracht sieht. Auch sonst ist sie nicht besonders begeistert von dem "pompös aufgemachten" Band. Blum habe seine Modelle "1:1" in der Bewegung, sowohl in geschlossenen Räumen als auch in der freien Natur aufgenommen, und das "leider auch noch in Farbe", so Fischer etwas abgestoßen. Die Rezensentin sieht sich hier "fatal" sowohl an die Bilder vom Monte Verita als auch an den "heroisch verklärten Naturalismus" verschiedenster "Propagandakunst" erinnert. Immerhin räumt sie ein, dass Blum seine Fotos auf "allerhöchstem professionellem Niveau" gemacht hat.
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