Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.04.2001
Mehr als 20.000 Publikationen gibt es über den Holocaust, darunter sehr gelungene, aber auch umfangreiche Werke wie das von Raul Hilberg oder Leni Yahil, informiert Michael Wildt. Er ist von dem dagegen deutlich schmalen Übersichtsband des Münchner Historikers Dieter Pohl sehr angetan. Denn es sei ihm gelungen, auf nicht einmal 190 Seiten knapp und seriös, verständlich und auf dem neuesten Stand der Forschung den Mord an den europäischen Juden zu schildern - und ihren Widerstand, was der Rezensent für einen wichtigen und leider oft vernachlässigten Aspekt hält. Einen einzigen Mangel sieht Wildt in dem zu kurzen Literaturverzeichnis. Ansonsten habe der Autor nichts Wichtiges ausgelassen und so ein Buch verfasst, das der Rezensent jedem empfiehlt, der sich in kurzer Zeit und verlässlich mit dem Holocaust beschäftigen will.
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