Mit einer CD-Rom. Die Sammlung des Rechtsanwalts Buse in Hamburg, heute Dieter Roth Foundation, ist die gehaltvollste und umfangreichste Sammlung von Werken Dieter Roths (1930-1968). Sie wurde gemeinsam mit dem Künstler über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren zusammengetragen und ist heute das authentische künstlerische Vermächtnis Dieter Roths, ein von ihm realisiertes retrospektives Museum. Der Bestandskatalog verzeichnet nach klassischer kunsthistorischer Methode 750 "Originale", bildet diese ab und liefert einen Kommentar. In dem einführenden langen Essay von Laszlo Glozer "Ankommen, abreisen; Der Nomade in seiner Zeit" nähert sich der Autor dem Einzelgänger und seinem vielfältigen Werk. Besondere Aufmerksamkeit schenkt er einem der Hauptwerke, dem "Schimmelmuseum", die "anspruchsvollste und gewiß schönste der Rothschen Arbeiten". In Vorbereitung: Bd. 2: Werkverzeichnis der Graphik / Bd. 3: Bücher, Multiples, Videos, Schallplatten etc.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2002
Als einen Allrounder, der unentwegt alle Kategorien aufhebe, würdigt Rezensent Werner Hoffmann den 1998 verstorbenen Künstler Dieter Roth. Roth arbeitete sein Leben lang mit Blickwechseln, ließ keine Ordnung der Dinge a priori gelten, erprobte als Einzelgänger und Nomade immer wieder die Sesshaftigkeit, hält Hoffmann fest. Der nun vorliegende Band "Dieter Roth. Originale" zeigt nach Auskunft Hoffmanns das gesamte Lebenswerk des Künstlers: die Rasterbilder der konstruktivistischen Anfänge, Collagen und Stempelvariationen, die Schablonenstücke und Abfallkonglomerate bis hin zu den Materialverwandlungen und der Selbstauflösung der "zerfallobjekte". Erfreulich findet Hoffmann insbesondere den einleitenden "schönen und eindringlichen" Essay über Roths Kunstauffassung und seine beiden Hamburger Museen von Lazlo Glozer.
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