Den "klugen" Essay von Michael Mitchell in diesem voluminösen Bildband braucht Rezensent Lennart Laberenz eigentlich gar nicht, um zu verstehen, zu welch fatalen Resultaten uns der Fortschrittsoptimismus der Moderne führt. Ein Blick auf die großformatigen Aufnahmen des Industrielandschaftsfotografen Edward Burtynsky auf Ölschlammfelder und blitzende Pipelines genügt. So sehr Burtynskys nüchterne, geometrische Bildsprache den Rezensenten an die Bechers erinnert, so eindrucksvoll bedrückend wirken die surrealen Ölfelder, die sichtbaren Beschädigungen unserer Umwelt, wie die verseuchten Flüsse oder die riesigen Industriebrachen auf ihn. Indem Burtynsky den Weg des Öls verfolgt, von der Produktion über den Transport bis zur Entsorgung, meint Laberenz, eröffnet er dem Betrachter einen gewaltigen Interpretationsraum.
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