Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Mit Ironie und doch auch Bewunderung spricht Wolfgang Pehnt über Frederic J. Schwartz` "Interpretationskünste". Er bringe nicht nur einen "enormen Wissensvorrat" mit, sondern schaffe es auch noch, in dem Kölner Werkbundstreit von 1914 die Fronten umzukehren. In bisherigen Geschichten dieser Ur-Institution des modernen Designs standen die Anhänger der "Typenbildung" auf der Seite des historischen Fortschritts, bei Schwartz seien es ganz im Gegenteil die Verteidiger des "freien Künstlers". Denn die ersten seien noch der Sphäre der Produktion, also der Dinge, verhaftet, die zweiten hätten die Herrschaft der Zeichen in der Postmoderne begriffen. Schwartz jongliere mit Begriffen, und manchmal fielen sie ihm dabei auch zu Boden. Aber ihr Eintrittsgeld sei diese "Hochseilartistik auf beschränktem Terrain" allemal wert.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…