"Sehen lernen" kann man bei der Lektüre der beiden neu erschienen Bände, die sich dem Leben und Werk der Filmkritikerin Frieda Grafe widmen, weiß Rezensentin Claudia Lenssen. Die Kritiken, Aufsätze und Interviews, die Grafes Ehemann und Arbeitspartner Enno Patalas nach thematischen Schwerpunkten editiert, umfassen insgesamt 12 Bände. In den aktuell Erschienen dreht sich alles um die Frage, welche Filme Frieda Grafe zum Schreiben anregten und nicht mehr losließen. Dabei "teilt sich die Lust am visuellen Erlebnis" direkt mit, freut sich die Rezensentin. Die Filmkritikerin verzichte auf sich auftürmende "Theoriegebäude" und fasziniere den Leser, indem sie "immer wieder neu" auf die cineastischen Höhepunkte der 60-er Jahre zurückblicke. Ihre Kommentare enthielten keine "bleischweren Gemeinplätze", sondern seien "Ursprungserlebnisse", die die Rezensentin "mit leichtem Sinn" gelesen habe.
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