Ausgerechnet dieser Autorin aus der hinteren Reihe der DDR-Literatur, wundert sich Iris Radisch im Aufmacher der Literaturbeilage, gelingt es, die DDR literarisch wieder zum Leben zu erwecken. Familienleben am Todesstreifen, eine kleine intakte ländliche Welt, abgeschirmt durch Minen, isoliert von aller Welt, auch von der Lebenswirklichkeit der DDR. Ein Mauerglück, das nicht währt, aber wahr ist - zumindest war. Radisch bringt Schütz "in ihrem Glauben an eine nachgetragene Unschuld" mit Martin Walser in Zusammenhang. Ihre Erzählweise sei keineswegs bieder, sondern "porös, abgehackt, tastend". Schütz` Roman berichte auf bemerkenswerte Weise aus einer vergangenen Welt, die "im Buch der Mentalitätsgeschichte aufbewahrt" gehöre.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen…