Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.06.2000
Sehr viel über Venedig und den Stand der Publikation über diesen "Mythos" weiß Bernd Roeck und schreibt zunächst ein wenig darüber, bevor er sich dem Buch zuwendet. Dann aber gibt es ein großes Lob für den, leider vor Fertigstellung des Manuskripts verstorbenen, Münsteraner Professor. Er hat für die Zeit, die für ihn als Mediavisten sein Spezialgebiet ist, nämlich die "Glanzzeit" Venedigs, knapp und kühl den Grundzug der Macht- und Kulturgeschichte der Stadt dargestellt, wobei ein "fulminantes" Kapitel über die geschichtsmächtigen "Sagen und Mythen Venedigs" den Anfang macht. Hinter der Fassade von Machtausstellung und Zivilisiertheit der Stadt deckt er einen "Alltag voller Spannungen und Gewalttätigkeit" auf und zeichnet "mit kräftigen Strichen, ohne Scheu vor klaren Urteilen" die Entwicklung der Seerepublik nach. Weil die Zeit des Niedergangs - oder gar der Moderne wenig beachtet sind, nennt Roeck dieses Buch einen "Torso". Für das, was in ihm jedoch zu finden ist, zollt er höchstes Lob.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…