Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt. Ein Mann und eine Frau. Er sieht sie eines Tages, als der Winter vorbei ist; etwas zögerlich sucht sie ein Kleid in einem Laden aus. Sie gefällt ihm. Sie erwidert seinen Blick. So werden sie - gelenkt von einer unüberwindlichen Choreographie - zu einem Liebespaar. Fahren schließlich gemeinsam zu einem abgelegenen Ferienhaus. Aber warum verschwindet sie immer wieder? Und warum hält er auf einmal ein Messer in der Hand?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.04.2020
Fritz Göttler liest Hakan Nessers ersten Roman von 1988, der nun auf Deutsch vorliegt, mit hochgezogenen Brauen. So viele lose Fäden, so viele Verweise (auf Kafka, Cortazar und Calvino), so wenig Informationen, meint er. Dass der Erzähler schemenhaft bleibt, die Story undurchsichtig, das Ende ein "locked room mystery", verweist den Rezensenten auf Nessers spätere Karriere als Krimiautor. Nur: Die rationale Erklärung bleibt hier aus, warnt Göttler.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…