Das Igelmädchen Pieks ist klein, aber furchtlos, denn ihre Stacheln schützen sie. Bis sie eines Tages alle bis auf einen einzigen Stachel verliert. Sie lernt die Angst kennen, die sich auch durch noch so viele Tricks nicht vertreiben lässt, aber durch Mut und Witz.
Letztes Jahr ist Helme Heine gestorben, nun kann Rezensent Thomas Linden noch ein letztes von ihm vollendetes Bilderbuch bestaunen. Es geht um das Igelmädchen Pieks, erzählt er, die mit ihren Igelstacheln alle von sich fernhält, aber das ist nicht das Ende der Geschichte, denn als sie nur noch einen Stachel übrig hat, geht es erst richtig los. Sie muss sich verstecken, sieht als "nacktes, rosafarbenes Etwas" ganz verletzlich aus und kann sich gerade noch vor dem Kochtopf des Fuchses in Sicherheit bringen, wie Linden verfolgt. Sie kann dann aber mit ihrem allerletzten Stachel ein Baby vor dem Fuchs retten und wird zum Medienstar, was Heine für den Kritiker klug einfädelt: Pieks schreibt ihre Autobiografie, sitzt in Talkshows und macht viele, viele Selfies mit Fans. Linden gefällt zum einen, mit welcher emotionalen Tiefe Heine seine Figuren ausgestattet hat und zum anderen, dass seine Hintergründe stets weiß bleiben. Das lässt genügend Raum für die Fantasie der vielen Kinder, die er mit seinen Büchern und seinem Erzähltalent begeistern konnte, schließt der Rezensent.
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