Durchgesehene, aktualisierte und erweiterte Neufassung 2003. Einer der markantesten Zeitzeugen der Bundesrepublik Deutschland erinnert sich: Unter der Devise "Kultur für alle" ist Hilmar Hoffmann zum Inbegriff des modernen Kulturpolitikers geworden. Als Präsident des Goethe-Instituts hat er die deutsche Kultur weltweit vertreten. Aus dieser Perspektive blickt er in diesem Buch zurück auf wichtige Begegnungen seiner über fünfzigjährigen kulturpolitischen Karriere. Der Neuauflage sind Abschnitte zum Beispiel über Joschka Fischer oder die ehemaligen Kulturminister Michael Naumann und Julian Nida-Rümelin beigefügt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2004
Hilmar Hoffmann habe sich entschieden, scherzt Rezensent Gregor Schuhen, dass seit der Erstveröffentlichung seiner Erinnerungen nicht "erst", sondern "schon" vier Jahre vergangen sind, und gehe hiermit nun also in die aktualisierte und erweiterte Neuauflage. Schuhen lobt an diesen Erinnerungen von einem der "einflussreichsten Kulturpolitiker Deutschlands", bis 2002 vor allem Präsident des Goethe-Instituts, die "mitunter geschickt pointierte Charakterzeichnungen öffentlicher Personen", die den Lebensweg Hoffmanns gekreuzt haben. Die Neuauflage ist ergänzt, erfährt man, um Begegnungen der letzten vier Jahre - durch Kapitel über Schröder und Joschka Fischer, Michael Naumann und Julian Nida-Rümelin. Dass, während das Fischer-Porträt sich wie eine offene Liebeserklärung lese, die Kulturminister-Kapitel so "seltsam emotionslos daherkämen" erklärt der Rezensent sich damit, dass sich in jener Nüchternheit womöglich ein Gefühl persönlichen Unmuts ausdrücke, dessen "explizite Äußerung" den allgemeinen Tenor des Buches empfindlich gestört hätte. Am Ende, freut sich Schuhen, kehre jedoch das Pathos zurück - und jeglicher Unmut verflüchtige sich: "Jetzt genieße ich den Vorteil des Alters, nichts mehr werden zu müssen, sondern nur noch zu sein."
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…