Suhrkamp Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783518433232 Gebunden, 480 Seiten, 28,00
EUR
Klappentext
Aus dem Tschechischen von Eva Profousová. Während sich der Journalist und Theaterautor Tomáš in Prag durch das Chaos seines Privatlebens kämpft, legt die Gesellschaft gerade die Covidmasken ab. Doch die Pandemie hat tiefe Spuren hinterlassen. Russlands Großangriff auf die Ukraine weckt nicht nur die Erinnerung an die Panzer auf dem Wenzelsplatz 1968, sondern befeuert auch die allgegenwärtigen Verschwörungstheorien.
Rezensent Maximilian Mengeringhaus gefällt der Roman des tschechischen Kultautors Jachym Topol. Die von Topol derb inszenierte Sinnsuche eines daueralkoholisierten Prager Journalisten zwischen Familienchaos, Pandemie und russischem Angriffskrieg stellt laut Mengeringhaus nicht nur die Gewissensfrage, wie viel man in Krisenzeiten bereit ist zu riskieren, sondern funktioniert auch als Abgesang auf das europäische Freiheitsversprechen im Allgemeinen und auf den Prager Kulturbetrieb im Besonderen.
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