Die große Flut hat unser Land erschüttert. Viele Menschen haben ihre Existenzgrundlage verloren, viele sogar ihr Leben. Die Betroffenen sind zusammengerückt, eine Welle der Solidarität hat unser Land erfasst. Während viele noch aufräumen und die Selbstlosigkeit der Helfer würdigen, drängt sich immer wieder die Frage auf: War das eine unvermeidliche Naturkatastrophe - oder wurde sie nicht zu großen Teilen von Menschen verursacht? Welche Folgen hat es, wenn wir die Flüsse nach unseren Vorstellungen begradigen und immer noch weltweit die Luft verpesten?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.02.2003
Ausnehmend gut gefallen hat dem Rezensenten dieser Band, der mit kurzweiligen und informativen Analysen, Reportagen und Prognosen zum modernen "Stellungskrieg mit dem Wasser" aufwarte. Gut gefallen hat Wolfgang Roth etwa, wie die Berichte aus den Tagen nach der Flut vom August 2002 die Verwundbarkeit einer hochgerüsteten Gesellschaft vor Augen führen. Aber auch die wissenschaftlichen Beiträge, in denen Lebensgrundlagen, Klimapolitik und Deichbau diskutiert werden, findet er sehr instruktiv. Denn das Gerede vom "Jahrhundert-Hochwasser" sollte nicht glauben mache, dass jetzt erst einmal wieder Ruhe herrsche. In Wahrheit seien wir einfach lausig an das Klima angepasst.
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