Jon Larsen

Sternenjäger

Meine Suche nach dem Stoff, aus dem das Universum gemacht ist
Cover: Sternenjäger
Benevento Verlag, Salzburg 2019
ISBN 9783710900853
Gebunden, 344 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg. Mit zahlreichen Abbildungen. Es klingt wie Poesie, dabei ist es eine wissenschaftliche Sensation: Sternenstaub, Mikrometeoriten. Das sind Milliarden Jahre alte Partikel aus dem Weltall, von denen täglich bis zu hundert Tonnen auf die Erde regnen. Astronomen und Astrogeologen erhoffen sich von ihnen neue Erkenntnisse über das Universum und die Entstehung unseres Sonnensystems. Doch keinem Wissenschaftler gelang es, diese winzigen Meteoriten, die nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar sind, auf der Erde zu finden. Bis ein Amateurforscher eine neue Methode entwickelte.
Dem Jazzgitarristen Jon Larsen, der sich selbst als autodidaktischer Laie bezeichnet, gelang etwas, woran die Experten der NASA gescheitert waren. Alles begann mit einem winzigen, schimmernden Staubkorn. So erfuhr er zum ersten Mal vom Staub der Sterne, winzigen Partikeln, die mit einer Geschwindigkeit von 56.000 Kilometern pro Stunde durch das All rasen, bis sie von unserer Erdatmosphäre gebremst werden. Seine Neugier war geweckt. Lange Jahre suchte er mit Magneten Straßengräben und Dächer ab, filtert tütenweise Staub und Dreck. Bis ihm das Undenkbare gelingt: Mikrometeoriten zu identifizieren - und der Wissenschaft so völlig neue Erkenntnisse über unser Sonnensystem zu ermöglichen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019

Rezensentin Sibylle Anderl lernt vom Jazzmusiker und Hobby-Forscher Jon Larsen, wie schwierig und wunderbar zugleich die empirische Forschung ist. Wie sich der Autor auf die Jagd nach Mikrometeoriten im urbanen Umfeld gemacht hat, als begeisterter Laie mit der Forschung konfrontiert, belächelt, abgelehnt und schließlich akzeptiert wurde, liest sich für Anderl spannend und aufschlussreich. Detailreich schildert der Autor die langsame Akkumulation von Informationen und schreibt über wissenschaftssoziologische Faktoren in der Forschung. Das Buch ist für Anderl nicht zuletzt ein schönes Plädoyer für Multidisziplinarität.

Beliebte Bücher

Eva Menasse. Alleinruhelage - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Eva Menasse: Alleinruhelage
Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.…
Tony Tulathimutte. Fiasko - Fiktionen . dtv, München, 2026.Tony Tulathimutte: Fiasko
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen…
Heinz Strunk. Memories of Heidelberg - Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg, 2026.Heinz Strunk: Memories of Heidelberg
Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub…
Miriam Carbe. Unerwünschte Töchter - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter
Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…