Für die einen war sie die "das größte Sicherheitsrisiko" der Hauptstadt, für die anderen die "Fackelträgerin des Rechtsstaats". Unter heftigen Turbulenzen schaffte sie es als erste Frau 1994 auf den Präsidentenstuhl des Bundesverfassungsgerichts. Mit Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Charme verhalf Jutta Limbach den Roten Roben zu ungeahnter Popularität. Wiederum als erste Frau vermittelte sie jetzt deutsche Kultur in aller Welt - als Präsidentin des Goethe-Instituts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.11.2003
"Anschaulich, manchmal üppig" sei die "Erzählkraft" in Karin Deckenbachs Biografie Jutta Limbachs, findet Astrid Hölscher, die ihr Wohlwollen gegenüber der Porträtierten nicht zu verbergen mag. Die Autorin habe ein "deutliches Bild von dieser kleinen, zähen Frau" gezeichnet, die eine "beispiellose Karriere" gemacht hat, schwärmt die Rezensentin weiter. Angesichts der abgedruckten Fotografien aus Kindertagen hat sie sich sogar dazu hinreißen lassen, über deren Aussagegehalt zu spekulieren, denn schon damals blickte die "junge Jutta Ryneck" immer so "ernst drein". Diese Art "rückwirkende Deutung" sei im Falle Jutta Limbach durchaus "interpretationsfähig", befindet Astrid Hölscher.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…