Aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit und Volker Oldenburg. In der hitzigen Atmosphäre der Bürgerrechtsbewegung ziehen Studenten und Aktivisten durch New York. Schwarze
und Weiße, die glauben, dass eine bessere Zukunft möglich ist, wenn man nur bereit ist, sich dafür einzusetzen. Junge schwarze Frauen reisen in den Süden, um gegen die Segregation zu kämpfen, für Gleichheit und Emanzipation. Sie lassen ihre Haare wachsen und entdecken neue Freiheiten, ihren Vätern gegenüber und ihren Liebhabern. So vieles scheint möglich in diesem Sommer. Alle träumen sie von einer Welt, in der das Leben nicht entweder schwarz oder weiß ist. Und die Liebe? Kennt sie wirklich keine Farben?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.10.2018
Wie mit einer Handkamera eingefangen findet Meike Feßmann die Dinge und Figuren in den Erzählungen von Kathleen Collins. Den zupackenden, beweglichen Stil mit harten Schnitten und schnellen Dialogen findet sie aufregend, wie die Autorin in den Texten Konzepte wie Hautfarbe und Geschlecht durchdenkt, scheint ihr bemerkenswert. Den leicht verwackelten Glanz der Texte und dieses Denken findet Feßmann von Brigitte Jakobeit und Volker Oldenburg gelungen ins Deutsche gebracht. Mit den 16 Storys lernt Feßmann einen unverstellten Blick auf das New York der sechziger Jahre kennen, auf die Bürgerrechtsbewegung und weibliche Unsicherheit.
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