Dieses Buch bietet eine zusammenfassende Darstellung der Geschichte, Ziele und wichtigsten Aufgabenfelder der Vereinten Nationen. Klaus Dieter Wolf schildert die UNO im Lichte der neuen Herausforderungen, denen die internationale Politik in Zeiten des grenzüberschreitenden Terrorismus und des zunehmenden Zerfalls souveräner Staaten ausgesetzt ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.03.2006
Ute Klissenbauer gibt zwar zu, dass der Politikwissenschaftler Klaus Dieter Wolf über eine "profunde Sachkenntnis" und über die Fähigkeit verfügt, "seinen Stoff gut lesbar darzustellen". Trotzdem ist sie mit dieser Einführung in das System der Vereinten Nationen überhaupt nicht einverstanden, was vor allem daran liegt, dass sich ihre Vorstellungen von der Weltgemeinschaft erheblich von Wolfs unterscheiden. Als Schwäche wertet Klissenbauer daher, dass der Autor seine Darstellung so eng an seinen eigenen Konzepten führt, obwohl sein Buch eine Einführung zum Thema sein will. Wolf sieht in der Uno nicht mehr als ein "neutrales internationales Verhandlungssystem", ein "institutionalisiertes Geflecht von Verhandlungsforen", beklagt die Rezensentin, die selbst die Uno als "weltbürgerliche Verfassung im Werden" begreift, die auch Raum für das Politische lässt und nicht nur "scheinbar objektiv-neutrale" Effizient gewährleisten soll.
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