Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.2001
Gerd Roellecke rezensiert diesen Band ebenfalls in Briefform - und ebenfalls an 'Susanne' gerichtet. Dabei gesteht er, dass er die Briefe ihres 'Vaters' jungen Jurastudenten nicht unbedingt ans Herz legen kann. Denn Briefe unter Vertrauten erfordern nach Roellecke "Redlichkeit". Umso weniger Verständnis hat er deshalb dafür, dass Müller zwar die Frage stellt, ob man nach Auschwitz noch Jura studieren dürfe, um diese danach "verplätschern" zu lassen. Wenig Sympathie zeigt der Rezensent auch dafür, dass der 'Vater' die juristischen Institutionen und die Lehrer der Tochter "beschimpft" und dass er die Ansicht äußert, Juristen müssten "kein festes, eher ein 'bewegliches' Rückgrat" haben. Dies geht dem Rezensenten eindeutig zu weit, und er gibt zu, ab dem vierten Kapitel Konzentrationsschwierigkeiten gehabt zu haben. Zwar sei nicht alles falsch, was in diesen Briefen steht. Doch angehenden Juristen möchte er lieber die 'Vertraulichen Briefe über die heutige Jurisprudenz" von Rudolf von Jhering (1884) empfehlen.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…