Aus dem Französischen von Ralf Pannowitsch und Thomas Höpel. Laurence Bobis hat eine Kulturgeschichte der Katzen geschrieben. Das mit zahlreichen Illustrationen versehene Buch bietet Einblick in alle Epochen der "Katzengeschichte", wobei ihre Herkunft genauso beleuchtet wird wie das Vorkommen in Kunst und Literatur. Und natürlich wird ein Bild des Mythos entworfen, der die Katze schon immer umgeben hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2001
Sandra Kluwe hat dieses Buch offenbar mit großem Gewinn gelesen und scheint ein wenig überrascht, dass es der Autorin gelungen ist, eine Studie zum Thema "Katze" vorzulegen, die wissenschaftlichen Ansprüchen durchaus gerecht wird: Materialreichtum, "gründliche" Bibliografie, Quellenkritik - die Rezensentin hat in dieser Hinsicht nichts zu beanstanden. Auch die Bandbreite der hinzugezogenen Quellen (von Knochen über Grammatiken, Heiligenviten bis hin zu Kochrezepten) findet Kluwe beeindruckend. Zwar habe die Autorin ihrerseits die heftig umstrittene Frage nicht klären können, wo und wann Katzen erstmals domestiziert worden sind. Doch insgesamt scheint der Rezensentin die Darstellung, in der besonders das sich über die Jahrhunderte wandelnde Katzen-Image unter die Lupe genommen wird, ausnehmend gut zu gefallen. Und angesichts des "unverkennbar projektiven Charakters" der Katze für uns Menschen liest sich diese Studie, so Zekri, gar als Mentalitätsgeschichte.
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