Aus dem Englischen von Henrieke Markert. Die großen Fragen nach Zugehörigkeit, Liebe, Akzeptanz und dem richtigen Umgang mit Traumata werfen ihre Schatten auf die queere Beziehung von Bron, einer trans*Person, und Ray, deren ohnehin nicht einfache Liebesbeziehung zusätzlich dem Druck ihrer beiden Familien standhalten muss. Eine Befreiung aus ihrem Alltag und eine willkommene Ablenkung von diesen Problemen sind die regelmäßigen Ausflüge mit Rays junger Nichte Nessie, persönliche Höhepunkte voller Wildheit, Lebensfreude und einer verloren geglaubten Leichtigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.07.2021
Die bedrückenden Seiten queeren Lebens bekommt Rezensentin Martina Knoben von Lee Lai vor Augen geführt. In ihrer Geschichte um Bron, die ihre Identität als Transperson vor ihren religiösen Eltern verbirgt, dominieren die grauen Töne: psychische Probleme, Einsamkeit und erstickendes Schweigen. Die entscheidenden Schlachten werden, betont Knoben, bei dieser australischen Künstlerin unter der Oberfläche geschlagen.
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