Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser. Nan und Jim McDonald, beide mittleren Alters, führen eine glückliche, lebendige Ehe, Nan ist erfolgreiche Konzertpianistin, und Jim arbeitet als Archäologe. Ihr Leben im Nordwesten Irlands verläuft harmonisch und unbeschwert, bis Nan eines Tages aus heiterem Himmel einen Brief erhält, der ihr den Besuch von Charles, ihrem Sohn, ankündigt. Nan ist fassungslos, nie hat sie damit gerechnet, daß das Kind, das sie mit 16 Jahren heimlich in London entbunden hat, noch einmal in ihrem Leben auftauchen könnte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2004
Der Rezensentin Bernadette Conrad gefällt dieser Roman. Ihrer Meinung nach gelingt es der Autorin, ein eigentlich nicht nachvollziehbares Auseinanderbrechen einer Beziehung so zu schildern, dass der "Leser tief in die Intimität dieses Prozesses hinein" gezogen wird. Dadurch entstehe eine große Nähe zwischen Lesern und Charakteren, die tiefe verbale Ausführungen über das Innenleben der Protagonisten überflüssig macht. Auslöser der Ehekrise ist der mittlerweile 30-jährige voreheliche Sohn der Protagonistin. Nach Meinung der Rezensentin entwickelt sich die emotionale Dynamik zwischen den Beteiligten ziemlich überraschend. Conrad jedenfalls ist fasziniert, wohin dieser Roman den Leser führt.
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