Ausgehend von der Wiederlektüre von Sartres Essay "Was ist Literatur" fragt Lothar Baier sowohl nach der Zukunft der Literatur als auch nach der Beschaffenheit des Stoffs, der literarisch aufgegriffen wird, und nach der Bedeutung der Sprache.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.03.2002
Acht Jahre Literaturgeschichte, das ist inzwischen eine ganze Menge, wie Bruno Preisendörfer bemerkt. Kann man also ein Buch, das sich der Frage "Was wird Literatur?" widmet, nach so langer Zeit (der Band erschien zuerst 1993 in der Edition Wespennest) neu auflegen? "Kann man nicht", meint Preisendörfer und verweist darauf, dass die intellektuellen Bezugspunkte des Autors (Sartre und Barthes) schließlich nicht aktueller geworden seien und der Band überhaupt nur da zeitgemäß sei, wo Baier allgemeingültig genug bleibe. Was indes die vorgetragene Kritik an "einem bestimmten Typus der Jungschriftstellerei" betrifft, so hält der Rezensent den Autor schlicht für überfordert: Mit der von Baier angewandten alten Unterscheidung zwischen "Schreiben" und "Literatur" ließe sich dieser Typus gar nicht fassen, erklärt er. Da müsste man schon weiter vordringen - oder eben den Staffelstab abgeben.
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