Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.07.2003
Mit dem Buch "Aufgeklappt", einem literarischen Porträt über Ferdinand Sauter, hat Ludwig Laher kürzlich seine Trilogie "abseitiger Künstlerbiografien" abgeschlossen, informiert Rezensent Samuel Moser. Sauter zählte wohl nie zu den Großen, er ist eher als "Stehgreifdichter in den Kneipen" bekannt, meint Moser. Nun hat Laher auch einen Band mit eigenen Gedichten veröffentlicht. Der Rezensent entdeckt darin Spuren von Sauters Lyrik, allerdings komme "das Zeit- und Selbstkritische darin nicht mehr so geschmeidig und still daher" wie bei Sauter. Lahers Gedichte werden die Zeit wohl ebenso wenig überdauern wie die Werke seines Vorbilds. Vielleicht aber, so unser Rezensent leicht melancholisch, ist es genau das, was Laher von Sauter lernen will: "Wie lebt man mit der eigenen Vergänglichkeit?"
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