Aus dem Spanischen von Maximilian Lenz. Mit dem Journalisten Frank Cappa hat der spanische Comickünstler Manfred Sommer einen Charakter gefunden, um seine eigenen Gedanken über Krieg, die Ethik des Journalismus und gesellschaftliche Zustände zu verhandeln. Die Abenteuer des Kriegsfotografen spiegeln sowohl den historischen Kontext als auch die persönlichen Anliegen seines Schöpfers wider. Die Geschichten um Frank Cappa sind heute genauso relevant wie in den 1980er-Jahren. Durch Cappas Blick stellt sich der Leser Fragen zur Art des Konflikts und zur Rolle der Medien, die in unserer heutigen Welt an Bedeutung nicht zu unterschätzen sind.
Rezensent Christoph Haas liest gespannt die hier versammelten Comicabenteuer über Frank Cappa. Ersonnen wurde der Journalist Cappa, dessen Name nicht zufällig an den Fotografen Robert Capa erinnert, vom Spanier Manfred Sommer, die meist nicht allzu langen hier wiederabgedruckten Geschichten entstanden ursprünglich zwischen 1981 und 1988. Abenteuerlich und oft gewalttätig geht es zu in den Stories, die zum Beispiel in Nicaragua und Hongkong spielen, Söldner und der ein oder andere abgeschlagene Kopf kommen auch vor. Cappa selbst ist zwar einerseits ein Held und Frauenheld von altem Schrot und Korn, andererseits bleibt er oft eher Beobachter. Stilistisch orientiert sich Sommer an amerikanischen Zeitungscomics. Viele Abenteuer sind denn auch schwarzweiß gehalten, was Haas besser gefällt als die bunten Ausnahmen dazwischen. Insgesamt jedenfalls, so könnte man die Besprechung zusammenfassen, eine starke Veröffentlichung, die ein interessantes Werk der Comicgeschichte zugänglich macht.
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