Unter besonderer Berücksichtigung der historischen Rahmenbedingungen zeichnet die Untersuchung Leben und Wirken eines der bedeutendsten deutschen Juristen des zwanzigsten Jahrhunderts nach. Im Mittelpunkt der Forschungen steht eine umfassende Auswertung des bis 1990 geheimen SED-Parteiarchivs. So bietet diese Biografie zugleich aufschlussreiche Einblicke in die Machtzentrale ostdeutscher Politik während einer der aufregendsten Epochen deutscher Geschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2002
Peter Jochen Winters begrüßt die erste "wissenschaftliche" Lebensbeschreibung des bis 1989 im Westen "nahezu unbekannten" Karl Polak, der zwischen 1946 und 1963 die Rechtspolitik der DDR maßgeblich geprägt und beeinflusst hat. Der Rezensent lobt Autor Marcus Howe für das genaue Bild, das er von Polak zeichnet, wobei Howe nicht nur dessen Lebensgeschichte, sondern auch ein Stück "ostdeutscher Rechtspolitik" schildert, wie Winters anerkennend bemerkt. Dabei bedauert er es, dass trotz des enormen Quellenreichtums, der in diese Arbeit eingegangen ist, der persönliche Nachlass des Juristen für den Autor nicht zugänglich war. Deshalb bleibe zum Beispiel die interessante Frage ungeklärt, warum Polak 1933 überhaupt in die Sowjetunion emigriert sei, obwohl er zu der Zeit gar kein Kommunist war. Ansonsten aber hat der Rezensent nichts zu bemängeln und lobt Winters ausdrücklich für seine "detailreiche, informative" Studie.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…