Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.12.2001
Paul Jandl ist auch vom dritten Teil der Romantrilogie ("Die Fremde", "Ausfahrt", "Fern") sehr angetan, der die Erlebnisse der Protagonistin als Kindermädchen in einer Florentiner Adelsfamilie schildert. Er charakterisiert das Buch als "negativen Entwicklungsroman", wobei ihm angenehm aufgefallen ist, dass es nicht in jenen Realismus verfällt, "dessen scheinbare Schonungslosigkeit mittlerweile zur Folklore der österreichischen Literatur gehört". Statt dessen ist er von der Eindringlichkeit der Schilderungen begeistert und lobt die österreichische Autorin dafür, die "Variationsmöglichkeiten ihrer Literatur" ganz einzusetzen. Jandl legt den Lesern die "eindringlich-poetische Soziologie" auch dieses letzten Bandes der Trilogie ans Herz, die seiner Ansicht nach noch immer nicht richtig entdeckt worden ist.
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