Sehr interessant findet Rolf-Bernhard Essig dieses Buch, das, wie er schreibt, voller "Erinnerungen, Einzelschicksale und natürlich Fotos von Lesern, Bibliothekaren, Schriften aus Wilna, Theresienstadt, Berlin, Jerusalem, New York" ist. Und weil das alles so spannend ist und auch die Einzelleistungen bestimmter Gelehrter berücksichtigt werden - Schocken, Warburg, Scholem, deren Emigration auch die "der Bücher" bedeutete -, liest Essig "je länger, je leichter" über "Kirchhoffs Ungeschicklichkeiten in Aufbau und Sprache" hinweg. Aber er warnt, dass trotz des Untertitels der Band durchaus kein "umfassendes Bildwerk" sei.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.07.2002
Ernst-Peter Wieckenberg zeigt sich in seiner Kurzkritik sehr angetan von diesem Band über jüdische Bibliotheken. Er lobt das Buch, dass vor allem weltliche Bibliotheken und ihre Geschichte behandelt, für sein reichhaltiges Material und die vielen Abbildungen, von denen er weiß, dass sie unter "großen Mühen" zusammengetragen wurden. Besonders gut hat ihm das Kapitel über die Büchersammlungen von Aby Warburg und Salman Schocken gefallen, deren Bibliotheken vor den Nazis gerettet werden konnten.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…