Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2004
Als "Thema für theologische Feinschmecker" bezeichnet Rezensent Klaus Berger die historische Person Barnabas. Was ihm Markus Öhler in seiner Abhandlung über Barnabas als Vermittlungsfigur zwischen dem jüdischchristlich geprägten Jerusalem und der stärker heidnischchristlich geprägten Gemeinde in Antiochien dann auftischt, hält er aber eher für solide Hausmannskost als für Novelle Cousine. Auf hohem theologischen Niveau und mit Bibelstellen nur so um sich werfend, diskutiert Berger allerlei Fragen Barnabas betreffend, die für Fachleute von Interesse sein mögen, den Normal-Leser aber ratlos zurücklassen. Berger kommt zudem zu dem Schluss, dass Öhlers Darstellung nicht "aufregend neu" sei. Lobenswert findet er das "ungewöhnlichen Maß an Fleiß, Sorgfalt und Seelenruhe", mit der Öhler seine Darstellung geschrieben habe, auch wenn er sich manchmal ein "geschwinderes Tempo" gewünscht hätte.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…