Aus dem australischen Englisch von Alexandra Ernst. In Eds Briefkasten liegt eine Spielkarte. Ein Karoass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: Du musst handeln! Tu endlich was! Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative, doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2006
In Wesentlichen sind sich Rezensent Hubert Filser und der 14-jährige Fabian Müller einig: der 19-jährige Protagonist Ed, der bis dato nicht viel gemacht hat aus seinem Leben, wächst auf recht überzeugende Weise an den Aufgaben, die ihm angetragen werden, nachdem er eher durch Zufall plötzlich zum Helden wurde. Filser empfindet die Geschichte zwar als etwas zu moralisch, und auch Pathos steckt seiner Meinung nach zu viel darin. Doch da der Tonfall, in dem die Geschichte erzählt wird, seiner Meinung nach ein angenehmer ist, findet der Rezensent dies verzeihlich. Und auch Fabian Müller freut sich daran, dass die "locker erzählte Geschichte bis zur letzten Seite spannend bleibt".
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…