Aus dem Englischen von Brigitte Hilzensauer. Menachem Kaiser begibt sich auf Schatzsuche und findet sein Familienerbe. Die Geschichte seiner eigenen Familie hatte den in Toronto geborenen Menachem Kaiser nicht sonderlich interessiert, ehe er nach Polen aufbrach, ins ehemalige schlesische Industriegebiet. Dort besaßen seine Vorfahren einst ein Mietshaus, das von den Nazis enteignet wurde; Versuche einer Restitution waren bisher gescheitert. Und plötzlich befindet man sich inmitten einer abenteuerlichen Ermittlung, begleitet den Erzähler zu skurrilen Schatzsuchern, durchforscht mit ihm Keller und Tunnel, läutet an fremden Türen, beauftragt eine mysteriöse Anwältin …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2024
Emilia Kröger bekommt mit Menachem Kaisers Buch viel mehr als ein Memoir, das sich der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte widmet. Indem der Autor nicht nur den Restitutionsprozess des großväterlichen Eigentums betreibt und dokumentiert, sondern dabei auch Exkurse zu schlesischen Mythen, zu den Absurditäten der polnischen Justiz oder den Nazischatz-Suchern und Verschwörungstheoretikern rund um das "Projekt Riese" unternimmt, verleiht er seiner Arbeit laut Kröger Aktualität. Der Mix aus nüchternen und emotionalen Passagen und Kaisers Humor, den Brigitte Hilzensauer für Kröger überzeugend ins Deutsche übersetzt hat, stehen dem Buch zudem gut, findet die Rezensentin.
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