Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Dass es in diesem Buch nicht primär um die verschwundene Schwester des Protagonisten Cray geht, erscheint Imke Meier durchaus akzeptabel. Denn die Stärke von "Spurlos" liegt ihrer Ansicht nach ohnehin in einem ganz anderen Bereich. Das Buch zeige, wie Cray sich in dieser Zeit verändert: Er muss sich mit sich selbst und der Familie auseinander setzen, er lernt Sachverhalte, aber auch Menschen kritischer und differenzierter zu betrachten. Meier äussert ihre Bewunderung, wie Cadnum die Gratwanderung zwischen "Action und psychologischen Einfühlungsvermögen" meistere und wie er in einer differenzierten Sprache spannend erzählen könne, ohne je den roten Faden zu verlieren.
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