Corrina ist Ende Zwanzig und Single. Sie hat Englische Literatur studiert und wollte eigentlich Schriftstellerin werden. Jetzt arbeitet sie als Werbetexterin in einer großen Agentur. Als sie um einen Slogan für ein Parfum gebeten wird, das an Neunjährige vermarktet werden soll, knallt bei ihr eine Sicherung durch: Was tue ich hier eigentlich? Will ich so mein Leben verbringen? Wer bin ich wirklich? Sehr grundsätzliche Fragen, die sie mehr und mehr aus der Bahn werfen …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.12.2015
Christian Schlüter zeigt sich berauscht vom rosafarbenen Licht, das den ersten längeren Comic des kanadischen Illustators Michael Cho durchziehe. Erstaunt ist der Kritiker davon, wie eine einzige zusätzliche Farbe die starken Kontraste der Schwarz-Weiß-Zeichnungen derart bereichern kann und wie diese dadurch "nicht schroff oder flächig erscheinen, sondern eine lebendige, gut ausgeleuchtete Tiefe erzeugen". Dieses intensive Farbexperiment erinnert den Kritiker nicht nur an die Werke von David Mazzucchelli, für ihn passt es vor allem auch sehr gut zu Chos Geschichte um eine Endzwanzigerin, die von ihrem Job in der Werbeagentur genervt ist. Durch das düster-rosafarbene Licht erscheine die Dingwelt um sie herum "fremd und übermächtig wie ein lebendiger Organismus, der unbeirrbar und gleichgültig einfach da ist und der Corrina bis zur Unkenntlichkeit zu verschlucken droht".
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