Aus dem Amerikanischen von Matthias Jendis. Der Koran ist für die Identität des Islam seit fast 1500 Jahren von zentraler Bedeutung. Cooks Einführung geht bewusst nicht chronologisch vor und behandelt zunächst den Koran in der modernen Welt, danach in der traditionell muslimischen Welt. Ein weiterer Abschnitt widmet sich dem Ursprung des Koran, skizziert die Probleme und Rätsel seiner Entstehung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002
Als "wahre Sternstunde der Wissenschafts- und Kulturvermittlung" feiert Rezensent Ludwig Ammann Michael Cooks "kurze Einführung" in den Koran. Das liegt nach Ansicht Ammanns zunächst einmal an Cooks Haltung: er nehme seine ungläubigen Leser väterlich bei der Hand und stoße die gläubigen nicht mehr als nötig vor dem Kopf: "So verzichtet er auf den Besserwisser-Ton derer, denen Heilsgeschichte grundsätzlich Legende ist - und glänzt durch feinen Humor." Im Zentrum des Buches stehe nicht die Botschaft des Korans, sondern sein Status als kanonische Schrift einer Weltzivilisation im eurasischen Vergleich. Wie Cook dies bewältigt, findet Ammann schlicht "hinreißend".
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