Was machte den Bürgersohn aus Dortmund zu einem der wichtigsten Helfer Hitlers? Was ist dran an der Legende vom erfolgreichen Geheimdienstchef? Welche Verbindungen gab es zwischen Canaris´ Abwehrapparat und Hitlers Vernichtungsmaschinerie? Wie nahe stand Canaris den Kreisen des Widerstands? Auf der Basis neuester Forschungsergebnisse und intensiver Archivrecherchen im In- und Ausland gibt der Journalist und Buchautor Michael Mueller Antwort auf diese Fragen. In der ersten großen Canaris-Biografie seit dreißig Jahren schildert er den politischen Werdegang des Admirals - die exemplarische Karriere eines deutschen Offiziers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - und zeichnet ein differenziertes Bild dieser ebenso schillernden wie umstrittenen Figur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.08.2006
Keine neuen Erkenntnisse über Wilhelm Canaris findet Knud von Harbou in Michael Muellers Studie über Hitlers sagenumwobenen Geheimdienstchef. Was er über die ambivalente Figur Canaris, der zwischen Widerstand gegen Hitler und Verstrickung in das NS-System pendelte, von Mueller erfährt, weiß er seit Heinz Höhnes instruktiver Canaris-Biografie aus dem Jahr 1976. Dass der Autor mit vielen neuen Quellen aufwartet, ändert für Harbou daran nichts. Er hält ihm vor, sich mit einer Auflistung von Belegstücken und Zitaten, die für sich selbst sprechen sollen, zu begnügen, die jedoch für den Rezensenten "meist ohne neuen Aussagenwert" sind. Ganz eindeutig fehlt Harbou hier eine "resümierende Wertung" der Quellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2006
Rainer Blasius vermerkt die Einfühlsamkeit von Teilen dieser Biografie, warnt den Leser allerdings vor großen Erwartungen: Michael Mueller gewähre keine neuen Einblicke "in die Karten des genialen Doppelspielers" Canaris und breche überdies mit jenem Aktenfund ab, der zur Hinrichtung von Canaris durch die SS führte. Für Blasius wird der Autor so zum Drückeberger. Als fleißigen, zitierfreudigen Sammler bezeichnet er ihn, wirft ihm aber vor, dem Leser eine Einschätzung der Bedeutung von Canaris für den deutschen Widerstand schuldig zu bleiben. Seine Ausführungen über den Privatmann Canaris, gibt Blasius zu verstehen, hätte sich der Autor dagegen gut sparen können.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…