Die philosophische Frage nach der Identität einer Person ist nicht wohlbestimmt. Es handelt sich keineswegs, wie der Gebrauch des Begriffes im Alltag oder auch in der Philosophie nahe legt, um ein einheitliches Phänomen. Vielmehr muss die Identität einer Person als Zusammenspiel von folgenden Fragen analysiert werden: Was macht die Ganzheit einer Person aus? Was muss der Fall sein, damit eine Person gestern mit der Person von heute identisch ist? Was verstehen wir unter Identität im Sinne von Selbstverstehen und Selbstbewusstsein? Es wird gezeigt, wie sich die beiden Identitäten menschlicher Personen in unserem alltäglichen Verständnis miteinander verschränken, nämlich Persistenz und Persönlichkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2008
Durchaus etwas abgewinnen kann Rezensent Michael Pawlik Michael Quantes philosophischer Untersuchung zur Person, auch wenn er im Einzelnen Kritik anzubringen weiß. Zunächst gibt der Rezensent einen Überblick über die Diskussion des Personenbegriffs von Locke über Kant bis zu Hegel, um dann an der heutigen Philosophie eine Tendenz zu exzessiven Gedankenspielen zu monieren. Vor diesem Hintergrund lobt er an Quantes Arbeit besonders, dass sie "Wildwuchs beschneidet", um stattdessen die wichtigen Fragen zu erhellen. Zu seinem Bedauern muss er aber auch bei Quante eine unzureichende Wiederbelebung der praktisch-philosophischen Tradition der Persondiskussion konstatieren. Zwar stimmt er dessen Betonung des wertend-aktivischen Charakters der personalen Lebensform zu, hält es aber für fraglich, wie sich von diesem Personenverständnis die Brücke zur ethischen Praxis schlagen lässt, zumal bei Quantes Autonomieverständnis die bei Kant gegebene Bindung an das moralische Gesetz wegfällt. Insgesamt legt er dem Autor zur Last, er habe sich von der gängigen Autonomierhetorik blenden lassen.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…