Aus dem Englischen von Dominique-Haensell. Als Tochter ghanaischer Eltern in einem East-Londoner Wohnprojekt aufgewachsen, erfuhr Michaela Coel von klein auf, was es bedeutet, Außenseiterin zu sein. Beim Theaterspielen und Schreiben entdeckte sie das befreiende und empowernde Potenzial kreativen Ausdrucks. Jetzt erweitert die Macherin der Serie "I May Destroy You" ihre viral gegangene MacTaggart-Lecture zu einem Manifest dafür, die Deutungshoheit über das eigene Leben wiederzuerlangen, Normen zu hinterfragen und die eigene Geschichte zu erzählen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.02.2022
Rezensentin Bettina Baltschev scheint überzeugt von Michaela Coels sehr persönlichem Erfahrungsbericht als junge schwarze Frau im Kampf um Anerkennung in der Film- und Fernsehbranche. Die verstörenden Einblicke, die die Autorin gewährt, legen laut Baltschev nicht nur Diskriminierungsmechanismen offen, sondern führen im Buch auch zu klugen und realistischen Forderungen nach mehr Transparenz. Dass Coel darüber hinaus keine Losungen ausgibt, sondern dem Metier vor allem den Spiegel vorhält, scheint Baltschev so eindringlich wie notwendig.
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