Aus dem Russischen von Christine Fischer. An seinem Poem Demon (Der Dämon) arbeitete Michail Lermontov von 1829 bis zu seinem Todesjahr 1841. Erster Impuls war ein Puschkin-Gedicht; daneben finden sich Anklänge an das Faust-Motiv sowie Bezüge zu Byron. Trotz seiner Einbettung in die europäische Literaturtradition nimmt der Dämon eine Sonderstellung innerhalb der russischen Romantik ein - er ist geprägt von einzigartiger lyrischer Sprachintensität und weckte vielleicht gerade deshalb nie das Interesse epigonaler Dichter.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.02.2001
In einer kurzen Besprechung erinnert der Rezensent mit dem Kürzel "U. Sm." an die Bedeutung dieses Verspoems und an dessen "literaturgeschichtliche Relevanz". Vor allem aber konzentriert sich der Rezensent hier auf die Übersetzung Christine Fischers, die er allen früheren Übertragungen eindeutig vorzieht. Im Gegensatz zu anderen Übersetzungen, die sich zu genau am Original orientieren, "syntaktische Verrenkungen" aufweisen und durch ihre "Ach- und Oh-Rufe" nerven, sei es Fischer gelungen, einen eleganten Stil in der deutschen Übertragung zu finden, der zudem "das romantische Kolorit des Originals bewahrt".
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