"Ich hatte einfach keine Ahnung, was so ein Katzenbiss bedeuten kann." Aus reiner Tierliebe hat die Autorin eine räudige Katze aus dem Straßengraben gerettet und aufgenommen. Wäre da nicht Bonnie, die Hündin, könnte das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein. So aber kommt es zum handgreiflichen Eifersuchtsdrama zwischen den beiden Tieren, das der Schriftstellerin einen üblen Katzenbiss auf dem Arm beschert. Der wird zwar gleich desinfiziert, aber am nächsten Tag beginnt die Hand bedrohlich anzuschwellen und lässt sich nicht mehr bewegen. Da befindet sich die pflichtbewusste Schriftstellerin aber schon im Flieger nach Budapest zu einer Lesung. Was folgt, ist eine Sightseeingtour durch die Notaufnahmen Budapests - und nicht zuletzt ein dramatischer Kampf um Leben, Tod und die Autorenhand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.02.2025
Rezensent Jan Wiele ist ratlos, was Monika Maron (und der Verlag) mit diesem Büchlein bezwecken möchte. Dass die Autorin tatsächlich über einen Katzenbiss und dessen Folgen informieren will, kann er nicht glauben. Aber auch sonst entdeckt er nichts in der autobiografischen Geschichte, was für Literarizität spricht. Auch als Novelle taugt die Story nicht, meint er. Bleibt als Movens: Altersstarrsinn. Und beim verblüfften Rezensenten die ernüchternde Erkenntnis: Katzen gehen immer.
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