Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.08.2005
Rezensent Thomas Meyer findet, dass diese "großartige" Neuauflage von Moses Mendelssohns Schrift "Jerusalem" den bisherig erschienen Ausgaben durchaus etwas hinzuzufügen hat. Die jetzt erschienene Ausgabe von Michael Albrecht ist "sorgfältig, klug eingeleitet und mit zahlreichen Materialien versehen", lobt der Rezensent. Damit wird der lange Zeit zu Unrecht übergangene Denker ein weiteres Mal rehabilitiert, so wie es der Philosoph und Rabbiner Alexander Altmann bereits mit seiner "Jerusalem"-Edition von 1983 getan hatte. Thema von Mendelssohns Arbeit ist das Verhältnis von Staat und Religion bzw. Kirche und da stecken nach Meyers Meinung durchaus interessante Ideen drin. "Mendelssohn entwickelt auf engem Raum, nach einer klaren Kritik an Hobbes und Locke, einen Entwurf, der die Rechte des Staates begründet."
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