Aus dem Chinesischen und mit einem Kommentar von Lutz Geldsetzer. Diese Ausgabe bietet einen der grundlegenden Texte des Buddhismus, die von Nagarjuna verfasste Lehre von der Mitte, erstmalig in deutscher Übersetzung; Grundlage ist die frühe chinesische Version des Lehrgedichts von Kumarajiva, die neben der ersten Fassung in Sanskrit die Verbreitung der Lehre begründete.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.06.2010
Augenöffnend wirkt Lutz Geldsetzers Übersetzung von Nagarjunas "Lehre von der Mitte" in der chinesischen Fassung aus dem 4. Jahrhundert auf Arno Widmann, auch wenn er diesen "Haupttext der buddhistischen Tradition" als weitgehend unverständlich charakterisiert. Mit dem Kommentar des Übersetzers allerdings wird dem Rezensenten klar, dass es sich bei Nagarjunas Werk nicht um esoterische Schwärmerei handelt, sondern um ein "Traktat über Logik", der auf Aristoteles und Sextus Empiricus gründet. Das befördert im faszinierten Rezensenten die Erkenntnis, dass es eine "einzige Weltgeschichte" gibt und möglicherweise auch eine "einzige Weltphilosophie", die ganz nach dem Prinzip der Globalisierung über westöstliche Grenzen hinweg verbindet.
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