Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2001
Nathan Aviezer folgt alter talmudischer Spur: er setzt die Schöpfungstage als Metaphern für die Phasen der Menschheitsentwicklung und Weltentstehung. Somit stünden 15 Milliarden Jahre dem 6-Tage-Werk Gottes gegenüber, wobei der Autor den 7. Tag unthematisiert lässt. Aviezers religionsphilosophische Abhandlung, die von Hanno Helbling anerkennend und verständig besprochen wird, lässt nach Ansicht des Rezensenten trotz naturwissenschaftlicher und theologischer Fragestellung mit Bedacht zwei Fragen offen: Was war am Anfang? Wie entstand der Mensch? Diese zeuge von der "intellektuellen Redlichkeit des Verfassers", meint Helbling.
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