Aus dem Englischen von Frank Rainer Scheck und Erik Hauser. Als Arthur Conan Doyle 1886 seine erste Sherlock-Holmes-Geschichte schrieb, ahnte er nicht, welchen Ruhm er mit dieser Figur erlangen würde: Der eigenwillige Detektiv mit Pfeife und Tweedmütze wurde einer der bekanntesten Titelhelden der Literatur. Die spannenden Kriminalfälle des wohl populärsten Detektivs aller Zeiten erreichten weltweit Millionenauflagen und machten Doyle zum reichen Mann. Die Figur des Sherlock Holmes erlangte Kultstatus - heute stehen mehr als 200 Fan-Websites im Netz, Sherlock-Holmes-Gesellschaften gibt es in aller Welt. Für alle Fans, die mit den von Dr. Watson und Arthur Conan Doyle überlieferten Fakten schon immer unzufrieden waren, hat Nick Rennison nun eine vollständige und detaillierte, wenn auch leider unautorisierte Biografie von Sherlock Holmes vorgelegt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.07.2007
Wie manche Figuren von Fernsehserien im 21. Jahrhundert war Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes im viktorianischen England für viele Leser seiner Geschichten eine reale Person, berichtet Uwe Pralle. Da findet er es eine "hübsche Idee", doch eine Biografie über den Superdetektiv zu schreiben und ihn somit posthum zu echtem Leben zu erwecken. Dazu bemühe Rennison auch nicht zu knapp seine eigene Fantasie. So fülle er die Zeit bis zur Wiedererweckung Holmes', der von Doyle für einige Jahre aus dem Verkehr gezogen wurde, mit Geheimaufträgen im Ausland. Allerdings werden nur wahre Connaisseure erkennen können, wann Rennison die gefestigten Pfade von Doyles Erzählungen verlässt und seinen eigenen Einfallsreichtum zu Hilfe nimmt, um die Lücken zu füllen, moniert Pralle.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2007
Eine schöne Biografie ist das, meint Elmar Schenkel. Dem Verfasser attestiert er Recherchevermögen und ein scharfes Auge, wenn es ums Aufdecken von Fantasien der florierenden "Bakerstreet-Industrie" geht. Dass es Nick Rennison betreffend den jungen Sherlock Holmes an Belegen mangelt und die hergestellten Bezüge (Holmes und die Curies!) mitunter arg spekulativ wirken, will Schenkel dem Autor nachsehen. Was an Wahrheit in diesem Buch steckt, findet er so "gekonnt" präsentiert, dass Holmes ihm am Ende wirklicher erscheint als Queen Viktoria.
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