Wußtet Ihr, dass Kraken Himbeertorte lieben? Nichtschwimmer Louis auch nicht, bis er in seinem Urlaub mit seiner Mutter am Meer das Krakenmädchen Luise kennenlernt. Sie beide mögen sich sehr. Luise fährt mit Louis nach Hause, und die beiden machen die normalsten Dinge der Welt: sie baden im Teich, besuchen eine Burg und essen - natürlich Himbeertorte. Bis eines Tages Luises Krakenmama auftaucht. Schließlich muss Luise noch viel lernen - und das geht nur im Meer. Ob Luise und Louis sich wiedersehen werden...?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.02.2024
Rezensentin Marie Schmidt freut sich über ein Bilderbuch von Nikolaus Heidelbach, das die Grenzen zwischen Mensch und Tier überschreitet: Luise ist ein kleiner Oktopus, Louis ihr menschlicher Freund, wegen dem sie das Meer verlässt und sich mit Bahn und Taxi und über die Kanalisation auf eine abenteuerliche Reise begibt. Ihre Mutter macht sich auf die Suche nach ihr, verrät Schmidt, das führt zu lustigen Begegnungen mit Louis' Mutter, deren Mann "mit einer Robbe durchgebrannt" ist. Besonders gefallen der Kritikerin die "doppelbödigen, melancholischen" Zeichnungen, die Heidelbach mit viel Liebe und Geschick gestaltet hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2023
Als ein kleines Wunderwerk beschreibt Rezensent Stefan Trinks das Buch des Illustratoren Nikolaus Heidelbach. Die titelgebende Luise ist ein Krakenmädchen, erfahren wir, das mit einem Menschenjungen namens Luis Freundschaft schließt und gemeinsam mit ihm diverse Abenteuer erlebt. Was das Buch so besonders macht, sind jedoch vor allem die Zeichnungen, die surrealistische Einflüsse aus der Kunstgeschichte, insbesondere der 1920er und 1930er, Jahre verarbeiten. Aber auch Van Gogh und antike Friese nennt Trinks als Einflüsse. Bei allem Überschwang der Form bleiben die Illustrationen stets in der Alltagswelt der Figuren verhaftet, freut sich der Rezensent, auch die Überschreitungen der Realität bleiben in der kindlichen Vorstellungskraft verankert. Toll, wie Hochkultur hier zu einem Kinderbuch umgearbeitet wird, schließt die Rezension.
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