Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007
Die Rechercheträgheit und die eher prosaische Triebkraft der "Unterhopfung" lässt Richard Kämmerlings dem Autor gerne durchgehen, genau wie den "schnoddrigen" Ton. Schließlich hat es der Rezensent nicht mit Kulturbanausentum zu tun, sondern mit einer "fast stadtsoziologisch kühlen", mitunter aber auch in Hassliebe getränkten Perspektive auf deutsche (Un-)Orte. Dass der Fehlfarben-Frontmann Peter Hein der Blamage (Poplegende schreibt Buch) mittels geschickter, popliterarisch gefärbter Beschreibung, spezieller geschichtsphilosophischer Dialektik und unbilliger Haltung auch dem Hässlichen und Provinziellen gegenüber entgeht, rechnet der Rezensent ihm hoch an. Und findet diesen "Lo-Fi Cicerone" noch in seiner Inkonsequenz "lehrreich".
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