Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2009
Als Mischung aus Döblins "Berlin Alexanderplatz" und Agitprop-Literatur erscheint Peter Urban-Halle der aus dem Jahr 1956 stammende Roman des Dänen Peter Seeberg. Das ist durchaus wohlwollend gemeint, denn neben einigen "pastos und viril" wirkenden Szenerien, entdeckt der Rezensent in diesem Buch "Indizien für tiefere Daseinsfragen", eine Welt aus realistischem Material, aber mit symbolischem Kern. Zwar hat Urban-Halle einige Mühe, die hauptsächlich durch ihre Rede konturierten Figuren ("Zwangsrekrutierte aus ganz Europa") auseinanderzuhalten, doch wird die Atmosphäre im Berlin von 1943 für ihn spürbar durch Seebergs nüchternen Stil.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…