Das Internet-Zeitalter erfordert völlig neue Strategien: Maßgeschneiderte Waren und Dienstleistungen können nun einer großen Käuferschicht zugänglich gemacht werden, und genau das verlangen die Kunden. Wer sich nicht darauf einstellt, hat verloren: Denn agile, junge Start-Up-Unternehmen brechen ohne zu zögern in die Domäne etablierter Firmen ein und sichern sich ihren Anteil vom Kuchen. Die Autoren beschreiben die neuen Strategien, die Unternehmen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Internet sichern. Sie zeigen das Internet weniger als Bedrohung, mehr als Chance.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2000
Hanno Beck weist darauf hin, dass es in diesem Buch vor allem um die Trennung der "Güterökonomie von der Informationsökonomie" in bezug auf das Internet geht. Denn durch das Internet sei es möglich, qualitativ hochwertige Informationen einem wesentlich größeren Personenkreis zugänglich zu machen, als das bisher der Fall war. Die führe zu erheblichen Veränderungen beispielsweise bei Lieferantenketten und Unternehmensorganisationen bzw. - grenzen. Dabei stellen die Autoren, so Beck, "interessante und einleuchtende" Ideen vor, welche Folgen diese Neuordnung für Firmen und ganze Branchen haben kann. Zwar findet der Rezensent manches an der Darstellung "etwas plakativ", lobt das Buch aber dennoch als "lesenswert". Nicht zuletzt leiste das Buch einen Beitrag dazu, Firmen, die die Internet-Revolution bisher verschlafen haben, auf anstehende und notwendige Veränderungen hinzuweisen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.03.2000
Peter Felixberger weist zunächst darauf hin, dass die Autoren bereits Etliches zu den Themen "Elektronische Netzwerke" und "Informationsrevolution" veröffentlicht haben und als Spezialisten auf diesem Gebiet gelten können. Mit dem vorliegenden Band gehen sie auf die Veränderungen ein, die den verschiedenen Branchen zur Zeit bevorstehen. Dies tun die Autoren "eloquent", wie der Rezensent feststellt, allerdings bedauert er, dass die Autoren zur Veranschaulichung ausschließlich US-Beispiele gewählt haben. Dennoch hält er selbst das Beispiel des Encyclopedia Britannica für so einleuchtend, dass er es in seiner Rezension kurz wiedergibt: Sie wird dieses Jahr zum letzten Mal gedruckt, danach gibt es sie nur noch online. Verbunden ist sie mit zahlreichen Zeitschriften und angeblich 100 Millionen Websites und erfüllt eher die Funktion einer Internet-Suchmaschine. Für Felixberger ein besonders überzeugendes Beispiel dafür, dass man davon ausgehen kann, "dass die heute gültigen Geschäftsdefinitionen in wenigen Jahren gegenstandslos sind."
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