Mit 34 Farb- und 59 Schwarzweiß-Abbildungen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit fertigten Millionen Fotografien an. Sie selbst sind äußerst selten darauf zu sehen. Die Stasi schützte so ihre geheimpolizeiliche Arbeit. Hier werden nun erstmals in einem eigenen reich bebilderten Band die Menschen gezeigt, die normalerweise hinter der überwachenden Kamera standen. Das Buch ist Ergebnis einer breiten Recherche im Stasi-Unterlagen-Archiv nach Aufnahmen von hauptamtlichen Mitarbeitern der DDR-Staatssicherheit, das weitgehend unveröffentlichtes Bildmaterial zu Tage förderte. Ergänzt durch biografische Skizzen zu den Fotografierten entsteht so ein besonderer Einblick in den Alltag der Geheimpolizisten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2025
Rezensent Bernd Stiegler bleibt das Lachen sozusagen im Hals stecken beim Betrachten der Aufnahmen in Philipp Springers Bildband mit Fotos aus dem Arbeitsalltag des MfS. Zu sehen sind konspirative Wohnungen, Lenin im Bücherregal, Geheimkameras und angeklebte Bärte. Was aussieht wie Stills aus einer Agentenkomödie, dokumentiert laut Stiegler eine historische Tragödie. Auch wenn Springer semantisch mitunter ganz schön dick aufträgt, wird für Stiegler auf den im Grunde banalen Fotos die "Struktur des Apparats" sichtbar, eines repressiven Apparats.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…